Dachaufstockung

Ein ganzes Geschoss drauf – in Holzbauweise.

Eine Dachaufstockung schafft ein komplett neues Geschoss auf einem bestehenden Haus. Anders als beim klassischen Dachgeschossausbau wird die Dachhülle abgetragen und ein zusätzliches Stockwerk in Holzrahmenbauweise aufgesetzt. Das Ergebnis: eine komplette Etage mit voller Stehhöhe, oft 70 bis 120 m² zusätzliche Wohnfläche.

Aufstockung oder Ausbau? Die wichtigsten Unterschiede

Aspekt Dachgeschossausbau Dachaufstockung
Wohnfläche 40–80 m² 70–120 m²
Stehhöhe Begrenzt durch Dachschräge Volle Stehhöhe (2,40–2,60 m)
Statik-Aufwand Verstärkung der Holzbalkendecke Verstärkung der Holzbalkendecke + neues Geschoss
Bauzeit 8–14 Wochen 12–20 Wochen
Kosten pro m² 1.500–3.000 € 2.000–3.500 €
Baugenehmigung Ja (§ 63 BauO NRW) Ja, immer
Förderfähig Ja (BAFA, KfW, Bochum) Ja (BAFA, KfW, Bochum)

So läuft eine Dachaufstockung ab

Eine Aufstockung ist technisch anspruchsvoller als ein Ausbau. Der Ablauf in Stichpunkten:

  1. Vor-Ort-Begehung und Statik-Check: Wir prüfen, ob die Holzbalkendecke und das Mauerwerk das zusätzliche Geschoss tragen können. Bei Gründerzeithäusern ist oft eine Verstärkung der Decke nötig.
  2. Architekten-Planung: Ein Architekt aus unserem Netzwerk erstellt Bauzeichnungen, Wärmeschutznachweis und Standsicherheitsnachweis.
  3. Bauantrag: Wir reichen den Bauantrag beim Bauordnungsamt Bochum ein. Aufstockungen verändern das Maß der baulichen Nutzung und sind immer genehmigungspflichtig.
  4. Förderanträge: BAFA, KfW 261 und Bochumer Ergänzungszuschuss – wir beantragen in der richtigen Reihenfolge.
  5. Dach abtragen, Decke ertüchtigen: Bestehende Dachhaut wird entfernt, Holzbalkendecke ggf. mit Aufbeton oder Stahlträgern verstärkt.
  6. Neues Geschoss in Holzbauweise aufsetzen: Vorgefertigte Holzrahmenelemente werden auf die Bestandsdecke montiert. Bauzeit pro Stockwerk oft nur 1–2 Wochen.
  7. Dachstuhl und Dämmung: Neuer Dachstuhl, Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung, Neueindeckung.
  8. Innenausbau: Trockenbau, Elektrik, Sanitär, Heizung, Böden, Maler.
  9. Abnahme: Mit Energieeffizienz-Experten, Bauordnungsamt und Ihnen.

Warum Holzbauweise?

Eine Aufstockung in Holzbauweise hat gegenüber Massivbau klare Vorteile:

  • Geringes Gewicht: Holz wiegt etwa ein Fünftel von Beton. Die Bestandsstatik wird weniger belastet, oft sind keine aufwendigen Verstärkungen nötig.
  • Schnelle Bauzeit: Vorgefertigte Elemente werden in wenigen Tagen montiert. Eine Aufstockung in Holzbauweise ist in 12–20 Wochen schlüsselfertig.
  • Ökologisch: Holz ist nachhaltig, speichert CO₂ und sorgt für ein gesundes Raumklima.
  • Wärmedämmend: Holzrahmenkonstruktionen erreichen problemlos Passivhaus-Standard.
  • BAFA-förderfähig: Der U-Wert der Außenwände muss ≤ 0,20 W/(m²K) betragen – mit Holzbauweise und Mineralwolldämmung problemlos erreichbar.

Häufige Fragen zur Dachaufstockung

Brauche ich für eine Aufstockung eine Baugenehmigung?

Ja, immer. Eine Aufstockung verändert das Maß der baulichen Nutzung und die äußere Gestalt des Gebäudes. In Bochum ist das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren nach § 63 BauO NRW der Regelfall. Wir koordinieren den Architekten und die Einreichung beim Bauordnungsamt.

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